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Freiwillige Feuerwehr Tannhausen

Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Tannhausen

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Geschichte der Freiwillige Feuerwehr Tannhausen

Zuschrift an das Königliche Oberamt in Ellwangen aus dem Jahre 1836, wonach im Sommer des Jahres die Feuerlösch-Vorschriften erneuert und ausgeführt wurden. So wurden 1836 also Feuerlöschrotten aufgestellt und damit eine Feuerwehr gegründet. Damit können wir die Gründung der FFW in Tannhausen um 40 Jahre, von 1876 auf 1836, vorverlegen. Nun untenstehend der Abdruck der Abschrift des Gemeinderatsprotokolls: Gemeinderatsprotokolle 1836-1839 Band 11 Seite -3-4: Königliches Hochlöbliches Oberamt vermag des Intelligenz Blattes Nr. 98 vom Jahr 1836, sollen die Orts-Feuerlösch-Ordnungen nach Oberamtlichen Befehl erneuert werden. Diesem zufolge ließ man die Bürger von Thannhausen alle sämtliche vorladen, und theilte die Bürgerschaft neuerdings, in 4 Viertel oder Rotten ab. Welchem Viertel oder Rotteje ein zeitlicher Gemeinderath als Rothmeister zugetheilt wurde. Jede besteht aus 28 Bürgern. Jeder Bürger hat sich mit einem Feuer-Eimer ausweisen müssen, wovon in Zukunft den Rothmeistern über deren Abgang ein sehr wachsames Aug anempfohlen worden ist und die nicht sich fügenden bei dem Schultheißenamt mit Stenge angehalten werden. Diese neue Eintheilung wurde der versammelten Ortsbürgerschaft öffentlich von Namen zu Namen vorgelesen, nach jeder Rotte der Rottmeister mit noch einigen Bürgern aus der Rotte in Namen aller unterzeichnen lassen. Zugleich wurden bei dieser Publikation auch die Feuer Polizei Gesetze von 13. April 1808/Regierungsblatt Nr. 16/ und der Landes Feuer-Lösch-Ordnung vom 20. May 1 SOS/Regierungs Blatt Seite 297/ erneuert und verkünden. Die sich in Thannhausen vorfindenden Lösch Werkzeuge sind folgende 1 tens 2 Handspritzen wovon die Schläuche 4 Schuh lang sind 2 tens 2 Feuer Leitern 3tens 2 Feuerhaken, wovon erst kürzlich einer entwendet wurde und sogleich wieder angeschafft werden wird. Andere Feuer Lösch Werkzeuge finden sich in Thannhausen nicht vor, als Feuerspritzen, oder besondere Schläuche. Daß eine Feuerspritze notwendig wäre, sieht der Gemeinderath nebst der ganzen Gemeinde wohl ein, allein einen Beschluß hinsichtlich der Anschaffung einer Feuerspritze zu befassen, ist für jetzt nicht möglich, indem die Gemeinde 1 stens gänzlich ohne Gemeindevermögen ist, und auch keines zu erziehlen ist, weil keine Schafweide gehalten werden kann und die Einwohnerschaft ohnehin nicht vermöglich ist. 2tens stehen der Gemeinde gegenwärtig fast unerschwingliche ausgaben und Lasten bevor: die Fertigung aller Wege in Vizinalstraßen b) die Erbauung einer Präston c) die Erbauung eines neuen Gottes Acker, wovon schon der Platz von -1/4 Morgen ausgesteckt und abgemessen wurde d) die Besetzung und Ankaufung der Bäume an der Hauptstraße des Orts. Diese und noch andere unvermeidliche Ausgaben geben nicht zu, einen Beschluß für jetzt die Anschaffung einer Feuerspritze zu beschließen, obwohl man die Nothwendigkeit vollkommen erkennt und einsieht. Sollten nur dies nothwendigst von dem oben angeführten geschehen sein, so wird der Gemeinderath alles aufbiethen, um seinerzeit eine Feuerspritze anzuschaffen, nur für gegenwärtig wolle sie verschont werden. Schließlich wird noch bemerkt, das sich in Forstweiler in Bergheim in Bleichroden und Riepach in jedem Weiler eine Handspritze und eine Feuerleiter vorfindet. Ob die Gemeinde Forstweiler welche aus 90 Bürgern besteht, auch nach Rotten eingetheilt werden solle, welches noch nie geschehen, bittet man um Verhaltungsbefehl. Gemeinderaths-Protokoll vom 5ten August 1844, Seite 65 8.4.1844: Oberamtliche Aufforderung zur Vorlegung der Akten über die Anschaffung einer Fahrfeuerspritze zum Preise von 800 fl (800 Gulden), zahlbar in 4 Jahresraten zu je 200 fl. Feuerspritzenlokal in der Zehntscheuer (1974 abgerissen) bis Gemeinde eigenes erbauen lassen kann. 19. 4. 1844 Akten vorgelegt.

Gemeinderath:

Die Hälfte der Kosten sollte auf Brandschadens Umlage gelegt werden. Gemeinderaths-Protokoll 4. Oktober 1844, Seite 83: 200 fl sollen in den Etat aufgenommen werden. Gemeinderaths-Protokoll 16. 12. 1844, Seite 109: Öffentliche Bekanntgabe der Feuerpolizei Verordnungen der gesamten Bevölkerung (auf dem Platz vor der Kirche. Einteilung in 4 Rotten in Thannhausen: Rottmeister sind die 4 Gemeinderäthe: König, Beck, Walter, Grimmeisen - Rottmeister zu Forstweiler: Wille, Wettemann, Gentner, Gall - Rottmeister zu Bergheim: Grimmeisen, Wizinger - Rottmeister zu Bleichroden: Beuther, Deeg - Rottmeister zu Riebach: Uhl, Uhl - Rottmeister zu Söderdorf: Lutz, Schmid Die beiden Maurermeister, Schneider und Landgraf, wurden verpflichtet im Brandfalle die öffentlichen Akten der Schultheißerei mit ihren Gesellen in Sicherheit zu bringen. Spritzenführer: Die beiden Schmiedemeister Georg Schwab und Johannes Brandhuber. Gemeinderaths-Protokoll vom 6. 4. 1847, Seite 254: Spritze fertig und kann übernommen werden. Am 10. 4.1847 wurde die Spritze übernommen. Gemeinderaths-Protokoll vom 21. 4. 1847, Seite 257: Die 4 Schmiedemeister Andreas Zeller, Johannes Brandhuber, Georg Schwab, Franz Brenner.

Gemeinderaths-Protokoll vom 11. 5. 1847, Seite 260:

Mehrere Defekte an der Spritze. Abzug von 25 fl wurde erwogen. Hersteller Klein repariert sie kostenlos. Zuerst war alles nur freiwillig, erst später kam auch hier in Tannhausen die Feuerwehrpflicht. Gemeinderaths-Protokoll vom 14. 5. 1877 : Dem Gemeinderath wird in der Sitzung am 14. 5.1877 eine Lokalfeuer-Löschordnung für die Gemeinden des Oberamts Ellwangen vorgelegt. Der Entwurf wurde genehmigt und zur Einführung empfohlen. Der seitherige Spritzenmeister Josef Brandhuber tritt aus Altersgründen zurück und an seine Stelle tritt Kaspar Singvogel, Schuster. Von Seiten der Amtskörperschaft einer Feuerwehr der Gemeinde angeschafft und übergeben:

- 13 Gurten - 6 Steigerseil - 2 Axen - 3 Beiler
- 2 gr. Steigleitern - 3 Laternen 4 Dachleitern

Für die 8-Mann-Bedienung der Spritze werden angeschafft:

- 8 Helme - 8 Gurte

Mit dem Kauf der Ausrüstung war die Errichtung der Feuerwehr abgeschlossen. Es fehlte nur noch der Kommandant. In der Sitzung vom 14.5.1877 wurde Franz Josef Brenner der erste Kommandant der Feuerwehr in Tannhausen. Er nahm die Wahl an.
Gemeinderats-Protokoll vom 12. 7.1877:
Es wird beschlossen, daß der Betdag (jeweils jährlich 1 fl) für das aktive Bürgerrecht für das Feuerlöschwesen zu verwenden sei
Gemeinderats-Protokoll vom 2.4.1892:
"Dem Spritzenmeister hier war bisher für reinigen der Spritze und der hier zugehörigen Schläuche eine Belohnung von 12 M. ausgesetzt, da diese Belohnung als zu gering erscheint, wurde auf Antrag des Spritzenmeisters Baumgärtner in Forstweiler denselben vom 1.4.1891 ab eine Belohnung von jährlich 20M. auszusetzen".
Gemeinderats-Protokoll vom 30.5.1892:
Lehrer Gratzer legt die Stelle als Kommandant nieder.
Gemeinderats-Protokoll vom 30.5.1892:
In der Neuwahl wird Johannes Feil gewählt. Dieser nimmt aus unbekannten Gründen die Wahl nicht an. So bleibt vorerst Lehrer Gratzer Kommandant. Nach Wegzug des Lehrers Gratzer wird die Stelle frei.
Gemeinderats-Protokoll vom 14.1.1893:
Alois Eisenbarth als Kommandant gewählt.
Gemeinderats-Protokoll vom 30.1.1897:
Antrag des Feuerwehr-Inspektors Textor behandelt. Nach seiner Inspektion vom 28. Mai 1896 soll eine neue Feuerspritze beschafft werden. Wegen anderweitiger finanzieller Maßnahmen wurde der Antrag zurückgestellt.
Gemeinderats-Protokoll vom 19. 6. 1897:
Die Gemeinde wurde weiter gedrängt und so erging am 19. 6. 1897 ein neuer Beschluß. Es muß nun eine Umlage auf 4 Jahre gemacht werden von jährlich 150 M. zur Anschaffung der vorgeschriebenen Feuerspritze. Seit 1886 besteht in Tannhausen eine Pflichtfeuerwehr. Jeder männliche Einwohner von 18-45 Jahren war dienstpflichtig. Jährlich mußte eine Hauptprobe stattfinden. Die einzelnen Züge waren gekennzeichnet, da man kaum Uniformen besaß:
1. Zug: gelbes Armband
2. Zug: rotes Armband
3. Zug: rotes Armband (an der Spritze)
4. Zug: blaues Armband
5. Zug: weißes Armband
Allgemein:
Im Jahre 1928 wurde die Bezirks-Feuerlöschordnung für das Oberamt Ellwangen aus dem Jahre 1877 erneuert. Nach der BFO wurden Brandhilfsverbände mit den Nachbargemeinden gebildet. Tannhausen bildete einen Verband mit Stödtlen, Unterschneidheim, Nordhausen, Zöbingen und Geislingen für Ellrichsbronn. Weiter gehörte es neben den genannten Ortschaften noch zu den Verbänden von Pfahlheim und Walxheim. Nach dieser BFO hatte Tannhausen für Brandfälle 24-30 Mann zum Brandhilfsverband zu senden. Die FeuerwehrTannhausen entwickelte sich weiter. Es wurde immer wieder modernisiert. Die alten Verordnungen sind immer noch gültig, weil sie gut und damals schon sehr weitsichtig waren.
Im Jahre 1965 wurde eine neue Feuerspritze gekauft.
Der damalige Feuerwehrkommandant Franz Vaas leitete die Feierlichkeiten zum 100jährigen Jubiläum 2.-5. 7. 1976.
Am 3.8.1973 wurde das neue Rathaus in den Eichwiesen eingeweiht. Angeschlossen waren Garagen für Feuerwehrfahrzeuge und Unterstellräume. Das alte Rathaus und die Zehntscheuer wurden 1974 abgerissen. Da ein Schlauchturm damit fehlte, müssen die Schläuche in Ellwangen getrocknet werden.

Aktualisiert ( Sonntag, den 05. September 2010 um 19:21 Uhr )
 
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175 Jahre Jubiläumsfeier

nächstes Jahr am 3. und 4. Juni 2011 findet eine Jubiläumsfeier der FFW-Tannhausen statt.

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